Wenn Arcade-Automaten die Welt beherrschten.
In den Neunzigern waren die Streifzüge in Bars und Spielhallen durch Horden von Kindern an der Tagesordnung: Geldbörsen voller klingender Münzen für die Betreiber der Lokale, die alles taten, um den Geschmack ihrer kleinen, aber treuen Kunden zu treffen.
Tra ihnen war natürlich auch ich, und wenn es ein Spiel gab, das regelrecht gestürmt wurde und für das man anstehen musste, bevor man es spielen konnte, dann war es mit Sicherheit dieses hier: Double Dragon, das seitlich scrollende Kampf-Videospiel, vielleicht das berühmteste seiner Generation.
Double Dragon auf dem Arcade-Automaten zu spielen war ein besonderes Erlebnis und unterschied sich natürlich stark von seinem häuslichen Gegenstück, der Konsolenumsetzung, die zwangsläufig etwas an Charme und Faszination einbüßte: Gegen die berüchtigten Black Warriors Seite an Seite mit einem Freund zu kämpfen, stehend und Schulter an Schulter, ist noch heute meiner Meinung nach unbezahlbar.
Der Titel kam dank des allgegenwärtigen Taito zu uns, einem Arcade-Produktionshaus, das uns bereits zeitlose Klassiker wie Bubble Bobble geschenkt hatte: Das Jahr war 1987 und diese Zeit war für die Verbreitung der Automaten geradezu goldene Zeiten, in denen die Barbetreiber buchstäblich darum wetteiferten, sich die schönsten Spiele so lange wie möglich zu sichern. Vergessen wir nämlich nicht, dass der „Zyklus“ der Automaten, vor allem in Italien, durch das Mieten der Maschinen geregelt wurde, die offensichtlich zu teuer waren, um sie dauerhaft zu kaufen.
Die Handlung von Double Dragon ist, wie alle respektablen Arcade-Spiele, unmittelbar und einfach, bereit, die Spieler ohne viel Schnickschnack mitten ins Getümmel zu werfen: Auf der einen Seite stehen die Black Warriors, die die Freundin von Billy und Jimmy Lee entführen, kämpfende Brüder, die das natürlich nicht auf sich sitzen lassen und beschließen, die Straßen eines postapokalyptischen und inzwischen völlig heruntergekommenen New York ein für alle Mal gründlich zu säubern.
Die wesentliche Unterschied zwischen diesem Titel und vielen anderen seiner damaligen Kollegen besteht in der Verwaltung eines 2D, das eigentlich gar keines ist, da man sich nämlich im Spielbereich in alle Richtungen eines hypothetischen Steuerkreuzes bewegen kann.
Questo Element des Gameplays ist grundlegend, weil es dem Spieler eine große Bewegungsfreiheit und die Möglichkeit bietet, verschiedene Annäherungs- und Kampfstrategien gegen die Feinde umzusetzen, indem er in Synchronität mit dem möglichen „zweiten Spieler“ im Spiel agiert.
Wie oft haben wir unseren Begleiter aus Versehen von hinten erwischt und ihn damit den feindlichen Fäusten und Tritten ausgeliefert? Es gibt diejenigen, die sagen: „oft“, und diejenigen, die lügen. Aber auch das gehört zum zeitlosen Spaß von Double Dragon, einem Meisterwerk, das gleich zwei Fortsetzungen, ein Beat-'em-up und sogar eine Filmadaption hervorbrachte, die dem Videospiel leider, ach je, keineswegs gerecht wurde.
Die Vielfalt der verfügbaren Moves ist nicht so groß, und doch ist sie gut in die Kampfökonomie integriert und umfasst neben ein paar Griffen auch Schläge und Tritte, natürlich im Stil eines Straßenschlägers, bei dem Eleganz der Effizienz weicht.
Die Soundeffekte sind fantastisch und vermitteln perfekt das verheerende Gefühl des Aufpralls zwischen Knöcheln und Nasen der Feinde, dennoch gebührt den Spielmusiken eine lobende Erwähnung: Der Soundtrack von Double Dragon ist in der Tat das Begeisterndste und Epischste, was man während einer Partie hören kann, und er elektrisiert die Spieler, sodass sie sich wirklich als die Protagonisten der Geschichte fühlen.
Double Dragon hebt sich auch und vor allem durch eine Plot-Twists am Ende von der Masse ab, der damals buchstäblich sprachlos machte: Für alle, die es noch nicht gespielt haben, werde ich die Überraschung nicht verderben; ich kann jedoch sagen, dass die Entwickler der Spielwelt treu blieben: Double Dragon beginnt mit Fäusten und muss irgendwie auch mit Fäusten enden.
Das zu rettende Cabinet kostet ziemlich viel und ich würde sagen, es ist für zu Hause nicht wirklich praktisch, deshalb empfehle ich euch die NES-Version, wenn ihr es nachholen wollt...
Sofortiger, unterhaltsamer und perfekt ausbalancierter Koop! Zu zweit zu spielen ist großartig
Innovatives Gameplay zur damaligen Zeit und auch heute noch aktuell: die Begeisterung in einem Beat ’em up
Hervorragender und mitreißender Soundtrack
An sich ist das Spiel ziemlich kurz
Zu viele Feinde auf dem Bildschirm sorgen in manchen Spielphasen für etwas Chaos, vor allem im Koop.
Die gebrochene Brücke: unmöglich, sie nicht zu hassen