Screamer erhält 8/10 im Urteil der Redaktion von The Games Market.
Es war einmal
SPEZIAL MS-DOS - SCREAMER
von Mauro Corbetta·14. Januar 2025
Von Antonio Farina – Graffiti (heute Milestone) (1995) –
MS-DOS
Die Exzellenz der italienischen Motoren auch in Videospielen: Entdecken wir gemeinsam, wer aus tiefstem Herzen Geschwindigkeit schreit.
I Racing Game sind eine eigene Kategorie in der Welt der Videospiele,
wo es keine Fangruppen für einen bestimmten Titel gibt, sondern alle
mit Liebe und Zuneigung in Erinnerung behalten werden: Denken wir an die großen
Klassiker wie OutRun von Sega oder, in relativ jüngerer Zeit, an Ridge Racer von
Namco und Daytona Usa, ebenfalls aus dem Hause Sega. Und doch wird jedes Mal,
wenn von den großen Rennspiel-Klassikern gesprochen und sie aufgezählt werden,
oft ein Titel von enormer Bedeutung ausgelassen: vielleicht, weil er kein
Arcade-Pendant in der Spielhalle hatte, oder vielleicht, weil PC-Videospiele
oft unterschätzt werden; Tatsache ist, dass jenes Screamer, ein Meisterwerk von
Graffiti, viel mehr Anerkennung verdient hätte.
Der erste Eindruck dieses trikoloren Rennspiels ist gelinde gesagt schockierend: Stellt man die Grafikeinstellungen auf maximale Detailstufe, steht man vor einer spektakulären Grafik-Engine, die auch heute noch sehr überzeugend ist: Schon in der Intro sehen wir, woraus Screamer gemacht ist, wenn sich das Logo von Graffiti und Virgin mit den Überholmanövern eines fieberhaften Rennens vermischt, das auf einer komplexen und in jedem seiner Teile reich detaillierten Strecke stattfindet. Die Autos, deren Design sich von real existierenden Traumwagen der Vergangenheit inspirieren lässt, wie dem unsterblichen Lamborghini Countach und seinem natürlichen Gegenspieler Ferrari F40. Erkennbar sind auch der Bugatti EB110 und der Porsche 911 Turbo. Die Animationen sind wunderbar flüssig, die Wagen driften, überholen sich und kommen sogar zu Berührungen in einer Reihe von aufregenden grafischen Kunststücken.
Man hat kaum Zeit, sich vom Schock des Intros zu erholen, da werden wir schon blitzschnell in die Optionen katapultiert und dann ab auf die Strecke! Ganze sechs
Spielmodi werden geboten: Neben der klassischen Meisterschaft und dem Einzelrennen
können wir uns im Time Attack, Cone Carnage, Slalom oder im großartigen
Network Game versuchen, also mit acht Spielern gleichzeitig in einer einzigen großen,
spannenden und mitreißenden Herausforderung.
Lässt man die ersten beiden Modi beiseite, die sich von selbst erklären, verdienen die anderen weit mehr Aufmerksamkeit: Im Time Attack tritt man allein an, und die einzigen Gegner sind wir selbst: Tatsächlich wird jede Runde der Strecke aufgezeichnet und wird zu unserem Gegner im Ghost-Modus, mit dem wir uns messen. Diese Spielvariante dient nicht nur dazu, unsere Grenzen zu überwinden, sondern auch dazu, die Strecken kennenzulernen und aus unseren Fehlern zu lernen.
Beim Cone Carnage (Kegelmassaker) kommen wir modernen Rennspielen wie Project Gotham sehr nahe, wo die Spielmechanik Tricks und Stunts vorsieht, um weiterzukommen. Im Detail fährt man ständig auf Messers Schneide, denn wir haben nur sehr wenig Zeit, um die nächste Kegelreihe zu erreichen und umzuwerfen, damit wir weitere kostbare Rennsekunden erhalten: Ohne eine gute Technik, um eine Kegelreihe umzustoßen, ist das Ende immer dasselbe: Game Over. Im Slalom bleibt dasselbe Konzept erhalten, aber man nähert sich eher dem Skislalom an, sodass wir statt die Kegel umzuwerfen durch sie hindurchfahren müssen, was uns dazu zwingt, besondere und anspruchsvolle Linien zu wählen: Auch hier ist wieder die Fahrkunst und -technik alles.
Alle Modi werden auf sechs Strecken ausgetragen, wobei die ersten
drei sofort verfügbar sind, während man die übrigen durch Siege in Rennen
mit steigender Schwierigkeit freischalten muss: Ihr müsst sprichwörtlich sieben
Hautschichten abziehen, um sie euch zu sichern. Was den Schwierigkeitsgrad betrifft,
ist die Lernkurve gut ausbalanciert, mit anfangs anspruchsvollen, aber nicht
unmöglichen Rennen: Dabei hilft das Fahrsystem, rein Arcade und vereinfacht,
ohne Gran-Turismo-ähnliche Techniken. Das bedeutet allerdings nicht, dass es ein Spaziergang wird: Alle
Fahrzeuge zu beherrschen erfordert viel Übung, vor allem beim Bremsen:
ein zu hartes „In-die-Eisen-gehen“ lässt die Hinterräder blockieren, was zu
einem Dreher führt und euch auf der Strecke wertvolle Positionen kostet, auch wenn
die geschicktesten Fahrer diese Eigenschaft nutzen werden, um die engen
Haarnadelkurven der verschlungenen Stadtstraßen zu schneiden, auf dem vielleicht
schönsten Streckenabschnitt von Screamer.
Quando wir für das Turnier bereit sind, müssen wir uns mit der KI (künstliche Intelligenz) auseinandersetzen, die die vom Computer gesteuerten Gegner kommandiert, und es ist gut, sie nicht zu unterschätzen. Kampfbereit und manchmal nicht allzu eifrig werden sie euch das Leben schwer machen; es wird nicht an kleinen Remplern fehlen, die euch gegen die Umfassungsmauern klatschen lassen und euch wertvolle Sekunden kosten: Sie zu überholen wird nicht leicht sein.
[Klassischer Hüpfer im Screamer-Stil XD]
Auf der einen Seite muss eure Konzentration absolut sein,
auf der anderen werdet ihr manchmal seufzen, weil ihr keine Zeit habt, die herrlichen
Szenarien zu genießen, die die Strecken umgeben. Von riesigen Gebäuden bis zu prächtigen Monumenten, die
am Streckenrand zu grüßen scheinen, ganz zu schweigen davon, dass diese megalithischen Strukturen
von vielen sich bewegenden Objekten umgeben sind, die alles sehr real und
glaubwürdig wirken lassen. Dann hebt ihr den Blick und seht den Himmel. In einem spektakulären Blau ist er
noch heute etwas Unglaubliches, wahrscheinlich einer der schönsten Himmel, die je
in einem Videospiel zu sehen waren: sich in seiner Spiegelung auf den Windschutzscheiben der
Autos zu verlieren, die von den Lichtquellen unterschiedlich beleuchtet werden, ist eine Sache eines
Augenblicks.
Für ein Racing-Game ist die Grafik sicherlich der wichtigste Aspekt, und die von Screamer ist von überragender Qualität; selbst heute ist sie kein bisschen gealtert, so schön, dass sie in ästhetischer wie auch technischer Hinsicht die der renommiertesten Sega- und Namco-Titel übertrifft: Wenn wir dazu noch den ebenso erstklassigen Audio-Bereich hinzufügen, erhalten wir alle Elemente für einen Must-have-Titel seines Genres.
In der abschließenden Plädoyer bleibt uns nichts weiter mehr, als
hinzuzufügen, als ein aufrichtiges Dankeschön an Antonio Farina dafür, dass er
uns den schönsten Motorenklang geschenkt hat, den sich ein MS-DOS-Nutzer je
erhoffen konnte: und wer weiß, ob Milestone sich früher oder später nicht
dazu entschließt, uns mit einer aktualisierten Version dieses großen Klassikers
auf Steam zu beglücken, wo inzwischen alles möglich scheint.
Wenn ihr dann den Nervenkitzel der Screamer-Geschwindigkeit am eigenen Leib erleben wollt, in einer spannenden Herausforderung mit 8 Spielern gleichzeitig, braucht ihr wirklich nur wenig: RetroEdicola Club befindet sich in Bergamo, via Gabriele Rosa 18c, mit diesem und anderen großen Klassikern, die es gemeinsam wiederzuentdecken gilt.
8
Pro
Immer noch aktuell, frisch.
Unglaubliche Grafik und Soundtrack.
Spielbarkeit und Autokontrolle wirklich bemerkenswert
Mauro Corbetta, per gli amici Corby, classe ’77, ha nel sangue i videogiochi e l’informatica, il suo primo home computer è stato un glorioso C64, avuto in regalo a 8 anni. Negli anni ha accumulato una quantità impressionante di riviste del settore vantando una delle collezioni più imponenti, e ricercate, per quanto riguarda i videogiochi. Appassionato ed esperto di arcade e il cosiddetto "retrogame" in ogni sua forma, si propone, anche grazie all'associazione Retroedicola Videoludica Club da lui fondata in quel di Bergamo, di divulgare la cultura del videogioco, perché come dice sempre "imparando a giocare insieme lo si potrà fare per sempre".
Mauro Corbetta
Mauro Corbetta, per gli amici Corby, classe ’77, ha nel sangue i videogiochi e l’informatica, il suo primo home computer è stato un glorioso C64, avuto in regalo a 8 anni. Negli anni ha accumulato una quantità impressionante di riviste del settore vantando una delle collezioni più imponenti, e ricercate, per quanto riguarda i videogiochi. Appassionato ed esperto di arcade e il cosiddetto "retrogame" in ogni sua forma, si propone, anche grazie all'associazione Retroedicola Videoludica Club da lui fondata in quel di Bergamo, di divulgare la cultura del videogioco, perché come dice sempre "imparando a giocare insieme lo si potrà fare per sempre".
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