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Onimusha: Way of the Sword, die Klinge beginnt wieder zu glänzen
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Onimusha: Way of the Sword, die Klinge beginnt wieder zu glänzen

von The Games Market Redazione28. August 2026

Fast zwanzig Jahre lang blieb es eine der faszinierendsten und zugleich rätselhaftesten Reihen im Capcom-Katalog. Dann, nach langem Schweigen, meldete sich Onimusha wieder zu Wort. Nicht mit einem einfachen Remaster oder einer Jubiläumsausgabe, sondern mit einem neuen Kapitel, das darauf ausgelegt ist, die Formel, die die Spieler zu Beginn der 2000er-Jahre begeistert hatte, wieder auf das Schlachtfeld zu bringen. Sein Name ist Onimusha: Way of the Sword und nach langem Warten ist die Rückkehr der Reihe nun ganz nah.

Die neue Episode wird uns in das Japan der frühen Edo-Zeit führen, in ein Kyoto, das noch von den Kriegen gezeichnet ist und sich in einen Ort verwandelt hat, an dem Geschichte und Übernatürliches wieder aufeinandertreffen. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine der berühmtesten Figuren des feudalen Japans: Miyamoto Musashi, der für diesen Anlass als Onimusha neu interpretiert wird, ein Krieger, der die Macht der Oni zu führen vermag.

Die Wahl von Musashi ist kein Zufall. Die historische Figur wird seit jeher mit dem Streben nach Perfektion im Schwertkampf, mit Disziplin und Duellen verbunden – alles Elemente, die perfekt zur Identität der Reihe passen. Gleichzeitig scheint Capcom nicht vorzuhaben, Way of the Sword in eine bloße historische Rekonstruktion zu verwandeln: Auch diesmal wird die Realität nur der Ausgangspunkt für eine Reise in Horror, Mythos und Fantasie sein.

Die Rückkehr der Oni

Um zu verstehen, warum Way of the Sword ein so wichtiges Projekt ist, muss man zurückgehen. Das erste Onimusha erschien 2001 und stellte eine der gelungensten Interpretationen des Action-Adventures nach der Capcom-Schule dar. Die Erkundungsstruktur, die Rätsel, das Ressourcenmanagement und vor allem der Katana-Kampf schufen ein stark wiedererkennbares Erlebnis, das sich auch dank eines Settings abheben konnte, das tatsächlich existierende Figuren, japanische Geschichte und dämonische Kreaturen vereinte.

Seitdem hat die Serie mehrere Inkarnationen durchlaufen, bis sie allmählich von der Bildfläche verschwand. Die Rückkehr von Onimusha konnte sich daher nicht darauf beschränken, Mechaniken aus einer anderen Ära erneut aufzulegen. Way of the Sword wurde mit dem Ziel entwickelt, die Identität der Saga zu bewahren, gleichzeitig aber ihre Sprache zu aktualisieren.

Die wichtigste Komponente bleibt natürlich das Schwert. Capcom hat das neue Kapitel rund um extrem Nahkämpfe aufgebaut, in denen Timing und Präzision eine entscheidende Rolle spielen sollten. Die Action zielt darauf ab, jenes Gefühl der Gefährlichkeit zurückzubringen, das die Gefechte der Reihe schon immer geprägt hat, wobei Musashi seine Fähigkeiten und die Macht der Oni einsetzen muss, um sich immer anspruchsvolleren Gegnern zu stellen.

Eines der charakteristischsten Elemente wird erneut die Möglichkeit sein, die Seelen besiegter Feinde aufzusaugen. Es ist ein Mechanismus, der zur DNA von Onimusha gehört und den Way of the Sword innerhalb eines deutlich moderneren Kampfsystems wieder aufgreift.

Der Eindruck ist also der eines Spiels, das die Vergangenheit nicht einfach nur in Erinnerung rufen will, sondern zeigen möchte, dass diese besondere Idee eines Actionspiels auch 2026 noch funktionieren kann.

Miyamoto Musashi gegen die Genma

Die Geschichte stellt wahrscheinlich den kuriosesten Aspekt des Projekts dar. Miyamoto Musashi wird nämlich nicht einfach eine bloße Umsetzung des berühmten historischen Schwertkämpfers sein. In Way of the Sword wird er zu einem Onimusha und muss sich den Genma stellen, den dämonischen Kreaturen, die seit jeher die Hauptbedrohung der Reihe darstellen.

Das Abenteuer wird sich durch ein Kyoto entfalten, das durch übernatürliche Präsenz verwandelt wurde, mit historischen und imaginären Orten, die innerhalb derselben Kulisse nebeneinander existieren. Genau diese Vermischung von Realität und Fantasie stellt erneut eines der interessantesten Elemente der Capcom-Produktion dar.

Musashi wird außerdem nicht ganz allein sein. Während der Reise wird er verschiedenen Verbündeten begegnen, von denen jeder eine eigene Geschichte und persönliche Beweggründe hat.

Es ist ein wichtiges Detail, weil es auf eine stärker strukturierte narrative Komponente hindeutet als die bloße Abfolge von Kämpfen. Way of the Sword scheint um den Protagonisten eine echte Reise aufzubauen, in der die Beziehung zu den anderen Charakteren eine Rolle auf Musashis Weg spielen wird.

Eine klassische, aber aktualisierte Formel

Das größte Risiko für ein Spiel wie Onimusha: Way of the Sword ist wahrscheinlich genau, zu modern oder zu nostalgisch zu sein. Im ersten Fall würde es das verlieren, was die ursprüngliche Reihe so besonders machte; im zweiten bestünde die Gefahr, wie ein Produkt außerhalb der Zeit zu wirken.

Die bisher gezeigten Informationen scheinen einen durchaus interessanten Kompromiss anzudeuten. Der Kampf bleibt das Herzstück des Erlebnisses, doch Erkundung und Fortschritt wurden für ein Publikum neu gedacht, das an moderne Actionspiele gewöhnt ist. Auch die Möglichkeit, einige Eigenschaften durch Amulette zu personalisieren, sollte dem Charakter eine zusätzliche Verwaltungsebene hinzufügen: Die Gegenstände können Musashi nämlich nützliche Effekte verleihen und während des Abenteuers modifiziert werden.

Das Ergebnis könnte also ein zugänglicheres Onimusha sein, ohne zwangsläufig weniger charakteristisch zu werden. Und genau das ist wahrscheinlich die interessanteste Herausforderung, die sich Capcom gestellt hat.

Es geht nämlich nicht einfach darum, eine alte Serie wiederzubeleben, sondern zu verstehen, ob dieselbe Identität im heutigen Panorama der Actionspiele noch einen Platz haben kann.

Der Lackmustest

Way of the Sword kommt zu einem besonders günstigen Zeitpunkt für die Rückkehr großer Serien aus der Vergangenheit. Capcom selbst hat in den letzten Jahren gezeigt, dass das Unternehmen einige seiner historischen Marken wieder aufgreifen kann, ohne sich auf Nostalgie zu beschränken. Onimusha stellt jedoch einen Sonderfall dar: Es ist eine Serie, die im heutigen kollektiven Bewusstsein weit weniger präsent ist als Resident Evil, Street Fighter oder Monster Hunter.

Genau deshalb muss das neue Kapitel zwei unterschiedliche Zielgruppen ansprechen können.

Auf der einen Seite wird es Spieler geben, die sich noch an das erste Onimusha erinnern, an seine Atmosphäre, seine Katanas und an jene besondere Art, Samurai und Horror zu vermischen. Auf der anderen Seite wird es eine Generation geben, die den Namen der Reihe vielleicht zum ersten Mal gerade durch Way of the Sword kennenlernen wird.

Die gute Nachricht ist, dass das neue Spiel anscheinend kein tiefes Wissen über die vorherigen Teile erfordert. Capcom hat sich entschieden, eine neue Geschichte und einen neuen Einstiegspunkt zu schaffen und dabei auf einen Protagonisten zu setzen, der auch außerhalb der Videospielwelt sofort wiedererkennbar ist.

Und vielleicht ist das die eigentliche Wette.

Wenn Way of the Sword das Gewicht und die Präzision der Kämpfe bewahren kann, ohne die Atmosphäre zu opfern, könnte es sich in etwas mehr als nur ein nostalgisches Comeback verwandeln. Es könnte die Gelegenheit sein, Onimusha wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken und vor allem zu beweisen, dass eine vor über zwanzig Jahren entstandene Formel noch immer etwas zu sagen hat.

Onimusha: Way of the Sword wird am 4. September 2026 erscheinen und bringt die Klinge von Miyamoto Musashi in ein von den Oni überranntes Kyoto auf Playstation 5, X-Box Series X/S, Nintendo Switch 2 und PC Windows zurück. Für eine Reihe, die so lange abseits des Rampenlichts war, ist endlich der Moment gekommen zu zeigen, ob diese Klinge noch so scharf ist wie einst.

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The Games Market Redazione

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